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Meine persönliche Seite |
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Nach bestandener Hauerprüfung und einem Weilchen harter Arbeit in der
Aus- und Vorrichtung kehrte ich in meine angestammte Heimat an der
Nordsee zurück. Der Ruhrbergbau war jetzt weit weg, geriet aber nie in
totale Vergessenheit. Dafür waren die Erinnerungen an die Zeit auf dem
Pütt zu intensiv. Nachdem ich umgeschult hatte, zog ich 1988 nach Baden
- Württemberg, wo ich bis zum 1.Dezember 2003 gelebt und gearbeitet habe. Im November 1996 fing
es dann im Revier an zu brodeln, als die damalige Bundesregierung
plante, die Fördergelder für den heimischen Steinkohlebergbau drastisch
zu kürzen. Die Beschäftigten auf den einzelnen Schachtanlagen formierten
sich zum Widerstand. Mahnwachen wurden errichtet, so auch in Dorsten
durch die Kumpel der Schachtanlage Fürst Leopold / Wulfen. Bei
einem spontanen Solidaritätsbesuch kurz vor Weihnachten 1997 lernte ich
dann viele nette Menschen kennen, von denen ich stellvertretend für alle
die damaligen Betriebsratsmitglieder Brieskorn und
Ringel nennen möchte. Ich
war wieder mittendrin und immer an meiner Seite war meine Frau, der ich
an dieser Stelle dafür meinen besonderen Dank aussprechen möchte.
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| Der Höhepunkt der Protestaktionen war dann die gewaltige Kette aus Menschenleibern, die sich im Februar 1997 quer durch das Revier zog. Natürlich waren meine Frau und ich auch bei diesem Event dabei, Seite an Seite in Essen - Kray zusammen mit den Kumpels der Schachtanlage Fürst Leopold / Wulfen. |
![]() (mit freundlicher Genehmigung der WAZ-Redaktion Dorsten)
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Seit diesen ja fast dramatischen Wochen verfolge ich wieder mit großem Interesse die Geschicke des Ruhrbergbaues, den es so, wie ich ihn noch kennen lernen durfte, wohl bald nicht mehr geben wird. Getrieben von einer tiefen Verbundenheit zum Bergbau, zum Ruhrgebiet, zu dessen Geschichte und nicht zuletzt zu dessen Menschen, die erhobenen Hauptes auf ihre Vergangenheit und das Geleistete zurückschauen dürfen, betreibe ich seit dem Jahr 2000 diese Homepage. In einer Zeit, in der sich das Bild des Ruhrrevieres wandelt und ein Fördergerüst nach dem anderen vom Horizont verschwindet, gelingt es mir vielleicht so, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, die Erinnerung an den einstigen Pulsschlag des Ruhrgebietes aufrecht zu erhalten. Im Vergleich zu den Bemühungen vieler Einrichtungen, die aktiv im Bereich der Denkmalpflege tätig sind und vor dessen Arbeit ich allergrößte Hochachtung habe, sind diese Webseiten ein zugegebenermaßen bescheidener Beitrag. Ich befinde mich jedoch in der Gesellschaft vieler, vieler erstklassiger Buchautoren, ohne dessen akribischer Vorarbeit diese Homepage nicht existent wäre. Diese Autoren in erster Linie und nicht zuletzt die erfreulicherweise zunehmende Anzahl der Beiträge im Internet, die sich mit dem Ruhrbergbau beschäftigen, ergeben zusammen ein stabiles Netzwerk, mit dem es gelingen sollte, die Erinnerung an die Bergwerke, dessen Betreiber und die dort arbeitenden Menschen aufrecht zu erhalten, ohne die zukünftigen Herausforderungen, die der fortschreitende Strukturwandel im Ruhrrevier mit sich bringt, aus den Augen zu verlieren. Jedoch sollte es auch der rasanteste Fortschritt erlauben, einmal für kurze Zeit inne zu halten, um Pause zu machen und um sich an Vergangenes zu erinnern. Stillstand ist in diesem Fall kein Rückschritt, sondern die Gelegenheit, nicht ganz ohne Stolz zurückzublicken und dann wieder anzupacken. Und angepackt wurde im Ruhrgebiet seit Beginn der Industrialisierung schon immer.... In diesem Sinne Glück auf! Ihr Heinrich Ströver Frickenhausen, am 9.Juni 2002 |